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Evangelischer

Gottesdienst

Konfirmationsgottesdienst

13. Stummfilmabend

28.05.2022 Pechau

21:40 Uhr

Grafiken und Zahlen - MDR.de
Bericht: Ortschaftsratssitzung am 12.05.2022
Renaturierung der "Dornburger Alten Elbe"
Osterfeuer 2022
Bericht: Ortschaftsratssitzung am 14.04.2022
Urteile fällen - nicht aber Bäume!
Bericht: Nachfolgeaktion Mistelentfernung am 09.04.2022
Bericht: Pflanzaktion und Mistelentfernung am 2. April in Randau
Sportgruppe Calenberge neu gegründet
Bericht: Ortschaftsratssitzung am 10.02.2022
Neue Bäume im Biesengrund
Glasfaseranschlüsse
Barrierefreie Bushaltestellen
Was es bedeutet, bei dem Chor „Die Kreuzhorster“ in Magdeburg zu singen
Der neue Bußgeldkatalog gilt
Ort sorgt sich um Zukunft des Randauer Baggerlochs
Kreuzhorst oder Skandinavien?
Schlossmauer eingestürzt
Verkehrsplanung Brückenbau

02.05.2022 

von Uwe Bierschenk

Renaturierung der „Dornburger Alten Elbe“

Was war, was ist - was wird?

Gewässer ändern ihren Lauf. Das war schon immer so und erst mit dem massiven Eingreifen des Menschen wurden diese natürlichen Eigenschaften der Flüsse gestoppt, die Wasserwege kanalisiert und schiffbar gemacht.

Ein Beispiel dafür ist die sogenannte „Dornburger Alte Elbe“, das längste Altwasser Deutschlands. Vor dem 10. Jahrhundert verlief die Elbe am östlichen Rand des Urstromtals längs eines Höhenzuges von Dornburg nach Hohenwarthe. In den folgenden Jahrhunderten verlagerte sich die Elbe nach Westen Richtung Schönebeck und Magdeburg. Ein zwischenzeitlicher Flusslauf von Ranies über Grünewalde und Randau nach Salbke hat sich als „Dornburger Alte Elbe“ erhalten. Dieser ehemalige Elbarm wurde erst durch die Hochwasserschutzmaßnahmen mit dem Bau des Umflutkanals 1869 von seinem Hauptstrom abgeschnitten und hat danach – als nunmehr stehendes Gewässer – für eine Vielzahl an Pflanzen und Tieren zum Teil einzigartige Lebensräume gebildet. Inzwischen ist die Dornburger Alte Elbe infolge der Abriegelung vom Frischwasserzufluss im Abschnitt ab dem Umflutkanal von Verlandung bedroht. Das drückt sich dann in Zahlen wie folgt aus: wurden 2003 noch 100 bis 120 Tierarten hier festgestellt, waren es 2020 nur noch etwa 50!

Aufhalten der Verlandung

 

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) setzt sich seit dem Jahr 2010 für die Revitalisierung der Dornburger Alten Elbe ein, um den Verlandungsprozess aufzuhalten. Nachdem das Projekt im Jahr 2010 unter anderem an Fragen der Zuständigkeit scheiterte, unterzeichneten im Frühjahr 2017 die Anlieger-Kommunen Magdeburg, Schönebeck und Salzlandkreis gemeinsam mit Vertretern des Landesbetriebes für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft, des Umweltministeriums, des Biosphärenreservates Mittelelbe und des Unterhaltungsverbandes eine gemeinsame Erklärung zur Revitalisierung der Alten Elbe.

Herr Christian Kunz (Landesgeschäftsführer des BUND Sachsen-Anhalt) und Herr Ralf Meyer (Landesvorsitzende des BUND, zugleich Projektkoordinator im Projektbüro „Rotbauchunke/Dornburger Alte Elbe“ beim Trägerverbund Burg Lenzen e.V.) gaben am 28. April im Bereich des Haberlanddammes im Rahmen eines Projektspazierganges die Informationen zu den neuesten Entwicklungen an die 15 bis 20 Naturfreunde weiter.

In der (neuen) Projektbeschreibung des BUND wurde eine Lösung vorgeschlagen, bei der der abzubaggernde Schlamm zentrifugal in organische und mineralische Bestandteile getrennt wird. Das mit Schwermetallen und Arsen belastete, organische Sediment soll in Containern der abfallrechtlichen Entsorgung zugeführt werden. Der weitaus größere Anteil an mineralischem Sediment (Sand) ist nach der Trennung aus Schadstoffsicht unbedenklich und kann einer weitgehenden Wiederverwertung zugeführt werden.

Belastung mit Arsen

Arsen? Wo kommt das denn her? Die Schwermetallbelastung ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auf den Bergbau des 16. Jahrhunderts im Oberlauf der Elbe zurückzuführen und kein Spezifikum der Alten Elbe, sondern im gesamten ehemaligen Überschwemmungsgebiet der Elbe in ähnlicher Höhe nachzuweisen.

Doch nach diesem kleinen Exkurs zurück zu unserem Elbarm.

Nach dem Scheitern des ersten Anlaufs, welcher eine komplette Entschlammung und vollständige Beseitigung der Verlandungen vorsah, wurde eine neue Studie in Auftrag gegeben, welches 2019 vorlag und die geplanten Arbeiten erneut vor Probleme stellte: Die Verlandungen hatten nämlich wiederum völlig neue Biotope für andere Tier- und Pflanzenarten geschaffen. Ein Dilemma, denn einerseits stand die Aufgabe, stark gefährdete Tierarten wie Rotbauchunke, Grüne Mosaikjungfer und Kranich durch Gewässererhaltung zu schützen, zum anderen durften jedoch auch die neu angesiedelten Pflanzen und Tiere in den langsam verlandenden Teilstücken nicht gefährdet werden. Deshalb entschied man sich zu einem Mittelweg: Es werden Teilstücke im (in Torgau bereits praktizierten!) Zentrifugalverfahren (erste Stufe Trennung von Wasser und Schlamm, zwei Stufe Trennung von organischem und mineralischen Sediment) entschlammt und parallel dazu verlandete Abschnitte in ihrer „neuen“ Form belassen.

Planvorhaben Entschlammung
(c) Ingenieurbüro IHC Cottbus

Warum muss denn nun eigentlich überhaupt entschlammt werden? Die Natur stellt ein kompliziertes System dar, bei dem nur minimale Veränderungen teilweise dramatische Wirkung haben. Nehmen wir als Beispiel die Grüne Mosaikjungfer. Sie ist auf das Vorhandensein der Krebsschere (Wasser-Aloe) angewiesen, da sie die Fortpflanzung ausschließlich über diese Schwimmpflanze realisieren kann. Die Krebsschere taucht über den Winter einfach ab, um nicht zu erfrieren, braucht dazu aber eine gewisse Tiefe. Ist die nicht mehr gewährleistet, stirbt sie ab und entzieht im darauffolgenden Jahr somit der Libelle die Fortpflanzungsmöglichkeit. Waren 2019 nur noch wenige Exemplare der Krebsschere zu finden, waren sie bereits 2020 fast völlig verschwunden. Die Folgen sind klar.

Auch für die Kraniche ist die Nachkommenschaft bei Verlandung durch Nesträumer (Fuchs, Waschbär, Wildschwein) in höchster Gefahr.

Artenschutz als oberste Priorität

Nachdem die neue Verfahrensweise nun beschlossen war, tauchte mit der Pandemie ein neues und mit einer notwendigen Kampfmitteluntersuchung ein weiteres Problem auf, welche das zeitliche Konzept erneut auf den Kopf stellte. Noch immer ist zwar unklar, wie die Räumung praktisch erfolgen soll, doch nunmehr sollen die Baumaßnahmen am ersten von drei Teilstücken im September/Oktober im Bereich des Haberlanddammes in der Nähe der Kreisstraße 2112 vor der Haberlandbrücke beginnen. In diesem, etwa sechs Kilometer langen Abschnitt werden vor allem Artenschutzmaßnahmen höchste Priorität besitzen. Dazu gehören die bereits genannten Rotbauchunke (benötigt fischarme Gewässer), Grüne Mosaikjungfer und Kranich (benötigt Röhricht- und Bruchwaldflächen). Für die Letzteren wurde die Problematik der Verlandung weiter oben ja bereits geschildert.

15.04.2022 

von Uwe Bierschenk

Randauer Osterfeuer

„Es tut einfach nur gut“

Bereits vor 18 Uhr pilgern die ersten Eltern mit ihren Sprösslingen zur Steinzeitanlage. Hier hatte die Jugendfeuerwehr im Vorfeld die von der Physiotherapie Müller gesponserten Ostereier und andere Überraschungen für die Kleinen gut versteckt. Der Spaß bei den Kleinen beim Suchen war nicht zu übersehen.

Aber auch den Erwachsenen, die sich dann nach und nach in großer Zahl zwischen Kleinfeld-Fußballplatz und „Steinzeit-Erlebnispfad“ einfanden, war die Wiedersehensfreude ins Gesicht geschrieben.

Corona und Pandemie hatten in vielen deutliche Spuren hinterlassen, so dass der Tenor fast einstimmig war: „Es tut einfach nur gut, endlich wieder beieinander zu stehen und sich unterhalten zu können!“ Man merkte den mehr als 300 Besuchern, darunter übrigens auch CDU-OB Kandidat Tobias Krull, an, wie groß die Sehnsucht nach Gemeinsamkeit und dem fast schon nicht mehr bekannten Osterfeuer-Erlebnis war. Auch der Wettergott meinte es gut mit den Besuchern. Nicht nur, dass Petrus seine Schleusen fest zugemacht hatte, die Abendsonne wärmte noch und der Wind hatte sich fast völlig gelegt.

So konnte man sich bei Musik „aus der Konserve“ bedenkenlos ein erstes „Gezapftes“ gönnen und Bratwurst oder Boulette vom Grill schmecken lassen. Beide Stände wurden von der Freiwilligen Feuerwehr (FFw) und deren Förderverein betrieben.

Um 18:57 Uhr war es dann soweit. Erst stiegen kleine Rauchwölkchen aus dem ordentlichen Stapel auf, den die Kameraden der FFw Randau-Calenberge am Vormittag noch gründlich umgeschichtet hatten, auf, dann loderten schon die ersten kleinen Flammen, ehe der Stapel schnell lichterloh brannte. Auf Grund der mächtigen Hitzeentwicklung war es erst nach und nach möglich (und dann auf Grund der sinkenden Lufttemperaturen auch nötig!), sich dem Feuer zu nähern.

Kurz vor Mitternacht wurde den dann noch verbliebenen etwa 30 Besuchern die letzte Runde ausgeschenkt, bevor die Kameraden der FFw mit dem Abbau begannen und für Ordnung auf dem Gelände sorgten. Vielen Dank dafür!

15.04.2022

von Susann Arndt

 

Ein frohes Osterfest in Randau-Calenberge

Die beiden Ortsteile sind bunt – und das liegt nicht nur am Frühling. Zwischen all den farbenfrohen Frühblühern findet man bunte Eier und Hasen in verschiedensten Varianten. Die Gärten sind pünktlich zum Fest liebevoll geschmückt.

Beim Steinzeitdorf-Spielplatz liegt bereits ein großer Holzberg, so dass das geplante Osterfeuer am Samstag ganz sicher ein voller Erfolg wird.

Wir wünschen allen schöne Feiertage und allen Kindern viel Freude bei der Eiersuche.

09.04.2022

von Dr. Hartwig Haase

180 Eichen bei Elbenau gefällt

Urteile fällen – nicht aber Bäume!

Im Dezember 2021 hatten Bürger und Bürgerinnen Otto pflanzt! informiert, dass an der Straße zwischen Elbenau und Grünewalde nicht angekündigte massive Baumfällungen stattfinden. Otto pflanzt! war sofort vor Ort, dokumentierte das Geschehen und zählte mindestens 180 gefällte Eichen. Auch konnten eindeutige Fraßspuren des vom Aussterben bedrohten und streng geschützten Großkäfers Eichenheldbock festgestellt werden.

Gemeinsam mit Dr. Hans-Joachim Döring, ehemaliger Beauftragter der Evang. Kirche für Umwelt und Entwicklung schrieb Dr. Hartwig Haase von Otto pflanzt! das zuständige Wirtschaftsministerium des Landes, sowie das für Naturschutz zuständige Umweltministerium des Landes Sachsen-Anhalt an. Parallel dazu suchten wir Verbündete bei den Naturschutzverbänden. Der Zusicherung des Wirtschaftsministers unter Sven Schulze (CDU) im Antwortschreiben, dass „es sich um Arbeiten im Rahmen der guten fachlichen Praxis handelt“, konnten wir leider nicht folgen!

Luftaufnahme Fällungen von etwa 180 Eichen in Elbenau

Nach vorheriger Begehung des Betriebs- und des Revierleiters sind Gefährdungen der Verkehrssicherheit von 103 Eichen festgestellt worden. Allerdings wurden die Bäume nicht gekennzeichnet und es wurde auch keine Dokumentation angefertigt. Die Prüfung auf zu schützende Artvorkommen – das Vorkommen des Heldbockes in der Hartholzaue wäre zu erwarten gewesen – wurde ohne Beteiligung der Unteren Naturschutzbehörde, sowie wieder ohne Protokoll durchgeführt. Was für eine Nachlässigkeit!

Am 05.04.2022 hatte der Landesfortbetrieb zu einem Ortstermin und zu Erläuterungen eingeladen. Vertreter der Zivilgesellschaft (Otto pflanzt! und Experten der Umweltverbände des BUND und des NABU), ein Baumsachverständiger, ein Entomologe des Landesamtes für Umweltschutz trafen sich mit Vertretern des Landesforstbetriebes Sachsen-Anhalt an dem Ort, an dem über 180 stattliche alte Eichen gefällt und erheblich in das Landschaftsbild und damit die Biosphäre eingegriffen wurde.

Nach langer (zweieinhalbstündiger), sachlicher und intensiver Diskussion, gingen die unterschiedlichen Akteure mit Respekt und mit mehr gegenseitigem Verständnis, aber auch mit weiterhin bestehenden unterschiedlichen Sichtweisen auseinander.

Die Vertreter von Otto pflanzt! und den Umweltverbänden kritisieren weiterhin, dass die über 180 jährigen Eichen vollständig gefällt wurden. Der wertvolle Bestand hätte teilweise erhalten werden können, wenn rechtzeitig und regelmäßig eine Verkehrssicherung vorgenommen worden wäre. Für Menschen gefährliche Bäume hätten gezielt entnommen oder gesichert werden können.

Im Dialog vor Ort wurde zudem deutlich, dass die notwenige Kooperation vom Landesforst mit den naturschutzfachlich verantwortlichen Behörden, in dem Fall der Unteren Naturschutzbehörde oder dem Biosphärenreservat Mittlere Elbe leider nicht stattgefunden hat. Der Baumsachverständige Hartmut Beyer kritisierte zudem, dass in diesen hochsensiblen Bereichen auch der vorbereitende und erklärende Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern vermisst wurde.

Spuren des Heldbocks

Ein besonderes Thema war die Erhaltung der Population des streng geschützten Großkäfers Eichenheldbock. Hier sagte der Landeforstbetreib den Verbleib der Stämme, die Larven in verschiedenen Entwicklungsstadien enthielten, im Waldrandgebiet erfreulicherweise zu. Der Entomologe Dr. Volker Neumann vom Landesamt für Umweltschutz konnte wertvolle Hinweise für den Umgang mit den Habitatbäumen geben, die von der Landesforst dankbar aufgenommen wurden.

In Auswertung des Dialoges sagte die Forst zu, bei zukünftigen Maßnahmen die Untere Naturschutzbehörde prinzipiell zu beteiligen, gemeinschaftlich zu entscheiden und diese Entscheidung auch gemeinsam zu vertreten.

Der Ortstermin wurde von beiden Seiten begrüßt. Wie sich zeigte, ist ein Dialog in komplizierten Fragen von großem Wert. Wären Vertreter der Umweltbehörden früher mit einbezogen worden, hätte der verantwortliche Forstbetreiber über die Eichen ein anderes fachliches Urteil gebildet und viele der Bäume nicht gefällt.

Wir stehen auch zukünftig für den Erhalt von wertvoller Biomasse ein und treten dafür gerne in den Dialog mit den zuständigen Behörden, den Naturverbänden und Experten. Wir hoffen, dass der Austausch zukünftig vor Fällungen erfolgt.

Wir können nur jeden Bürger und jede Bürgerin dazu aufrufen, sich stärker einzubringen und in den entsprechenden Organisationen mitzuwirken!

03.04.2022

 

Gemeinsam aktiv mit „‚Otto Pflanzt!‘ e.V.“ in Randau – für Randau

Pflanzaktion und Mistelentfernung

Samstag, 2. April.

Ab 10 Uhr versammelten sich immer mehr Helfer an den beiden Treffpunkten. Hintergrund war die geplante Doppelaktion des Vereins „Otto pflanzt! e.V.“ zur Pflanzung von 600 Heistern und Setzlingen im Bereich der Agra-GmbH in der Prinzenwiese sowie zur Baumpflegeaktion (Mistelentfernung) im Bereich Greifenwerder / Schlossstraße mit Unterstützung von Uwe Truckenmüller (Pflanzenhof Beyme), Baumsachverständiger Hartmut Beyer und Silke Beyme.

Pflanzaktion

Mit ca. 40 Teilnehmern traf sich der Großteil der Helfer an der Prinzenwiese, am Rande der Flächen der Agra-GmbH. Nach einer detaillierten Erklärung durch Steffen Tilsch, dem Mitinitiator von „Otto pflanzt! e.V.“, griff sich jeder einen Spaten und gemeinsam konnten eine Vielzahl an Hartriegeln, heimischen Sanddorn und weiteren Sträuchern in die Erde gepflanzt werden. Durch einen weichen und lockeren Boden war die Arbeit leichter als anfangs gedacht. Das Buddeln machte nicht nur den Großen Helfern Spaß. Insgesamt 9 Kinder hatten große Freude und fühlten sich bei einem Knochenfund eines Wildschweins wie kleine Archäologen. Durch die zahlreiche und motivierte Unterstützung konnte der erfolgreiche Einsatz bereits nach knapp 60 Minuten mit Donuts, Brause und netten Gesprächen gefeiert werden. Mit langem Wasserschlauch bekamen auch die frisch gesetzten Pflanzen viel zu trinken.  

Zu Beginn der Mistelaktion gaben Uwe Truckenmüller und Hartmut Beyer den etwa 20 Helfern eine kurze fachkundige Einführung. Erlaubt war ausschließlich die Entfernung von Misteln, die – anders als viele Fehlinformationen behaupten – NICHT unter Naturschutz stehen. Ihre klebrigen Beeren werden von den Vögeln, insbesondere von Misteldrosseln (woher deren Name stammt, dürfte somit geklärt sein) gefressen. Ihre Ausscheidungen heften sich dann an die Äste des jeweiligen Baumes und bilden dort ebenfalls Mistelstämme, die dort bis tief in das Baumholz eindringen und sich als Parasit von den Nährstoffen des Baumes ernähren. Erst wenn der Baum dann irgendwann nicht mehr in der Lage ist, sich selbst zu versorgen, stirbt auch die Mistel ab und wird gelb. Dann ist es für den Baum jedoch zu spät.

Die ursprünglich geplante Baumschnitteinführung musste unter anderem aus Zeitgründen unterbleiben. Vor allem aber hatte der Eigenbetrieb Stadtgarten und Friedhöfe der Landeshauptstadt kein grünes Licht gegeben. Hintergrund: Diese Arbeiten müssen an hauptgewerbliche Unternehmen vergeben werden. Wer sich ein wenig damit auskennt wird an dieser Stelle wissen, dass solche Ausschreibungs- und Vergabeverfahren sehr langwierig sind, dazu kommt die Auftragslage des ausgewählten Unternehmens – da können schonmal gut ein paar Jahre vergehen. Ein Trauerspiel, dem Uwe Truckenmüller und Hartmut Beyer nicht tatenlos gegenüberstehen wollen. Nach dem Vorbild von Pechau, dem Sitz des Pflanzenhofs Beyme, ist im Herbst eine Baumschnittschulung geplant, um freiwillige Helfer zu befähigen, Obstbaumschnittarbeiten unter Anleitung fachgerecht durchführen zu können.

Doch zurück zu unseren Misteln. Die Obstbäume im Greifenwerder waren schon sehr stark befallen, da hier schon seit Ewigkeiten keine Pflege mehr erfolgte, schon gar kein Baumschnitt. Ein klarer Vorwurf an den Eigenbetrieb! Die drei Teams schafften es, in gut zwei Stunden 30 bis 40 Bäume von teils heftigem Befall zu befreien – ein ziemlich ordentliches Ergebnis. Allerdings hatte der „Spaß“ teilweise bei sehr hoch sitzenden Misteln ein Ende – Baumkletterei war viel zu gefährlich und die Länge der Leitern begrenzten die Arbeitshöhe. Dadurch konnten leider nicht alle Misteln entfernt werden.

Allen, die jetzt Angst um brütende Vögel haben, sei gesagt: Vor Beginn der Arbeiten wurde eine optische Einzelbaumprüfung durchgeführt. Nistbäume konnten dabei nicht ausgemacht werden.

Wettertechnisch gesehen hatten Helfer und Verantwortliche durchaus Glück, zumindest ließ Petrus seinen Wasserhahn zu. Dafür blies der Wind die gefühlte Temperatur in den Minusbereich.

Genau zur rechten Zeit kam da die Mittagspause in den warmen Räumlichkeiten und unter Mithilfe der Freiwilligen Feuerwehr Randau, gesponsert von der Alexmenü GmbH & Co. KG mit leckerer Erbsensuppe und Bockwurst. Längst schon kein Geheimtipp mehr – und nicht nur für Fans deftiger Suppen, die es hier auch fertig im Glas gibt.

Mehrere Anwohner und Gartenbesitzer ließen es sich nicht nehmen, den Helfern ihren Dank auszusprechen. „Endlich werden die Misteln hier entfernt“ – lautete der einhellige Tenor. Ein Lob, das die Helfer gern entgegennahmen

24.03.2022

Ab heute:

Neuer "Waldspielplatz" eröffnet

Bilder von der Eröffnung von Thomas Rothe (c)

„Was lange währt … – wird (endlich) gut“? Hier scheint das alte Sprichwort wirklich mal zu stimmen!

Nachdem mal das Material, ein anderes Mal die Arbeitskapazitäten fehlten, wurde nun Anfang des Jahres doch endlich mit dem seit Langem geplanten Abriss des alten, in die Jahre gekommenen Spielplatzes am Bürgerhaus begonnen und für etwa 70.000 € ein Neuer für Kinder bis etwa fünf Jahre aufgebaut – und welches Motto lag angesichts der vor der Haustür liegenden Kreuzhorst näher als „Wald“? Auf unserer Internetseite konnten dazu ja bereits einige Fotoimpressionen zum Baufortschritt bestaunt werden.

Nun ist das kleine Schmuckstück – bis auf den noch anzusähenden Rasen – fertiggestellt und wurde heute durch Vertreter des Eigenbetriebes Stadtgarten und Friedhöfe der Landeshauptstadt unserem Ortsbürgermeister Günther Kräuter stellvertretend für die Bürgerinnen und Bürger unseres Doppelortes übergeben.

Hier geht es zum entsprechenden Artikel der Landeshauptstadt

17.03.2022

Ukraine-Krieg

Calenberge spendet

Der Heimatverein Calenberge e.V. und die kleine Dorfgemeinschaft Calenberge spendet 500,00 € an die Stadt Magdeburg für ukrainische Flüchtlinge.

Übergeben wurde der Scheck symbolisch von Dorle Perlberg und Siegfried Grzelka an den Ortsbürgermeister Günter Kräuter.

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Letzte Aktualisierung: 15.05.2022