Schlägt man in Lexika oder bei Wikipedia nach, dann erhält man zu den Begriffen ‚Gastlichkeit’ bzw. ‚Gastfreundschaft’ folgende oder ähnliche Aussage:
Die Gastfreundschaft ist die freundliche Gesinnung, die einem Besucher von seinem Gastfreund bei seiner Beherbegung, Bewirtung und Unterhaltung entgegengebracht wird.“
Nun, was die Gastfreundschaft des Einzelnen anbelangt, das mag jeder individuell regeln. Bis Ende 2019 gab es von den drei genannten Einrichtungen zumindest noch zwei, aber nach der Schließung der „Alten Schule“ ist nunmehr leider „nur“ noch die Pension „Predigerwitwenhaus“ übrig geblieben…
Das Predigerwitwenhaus ist eine familiär geführte Pension in Randau, direkt an der Kirche und nur wenige Meter vom Elberadweg entfernt. Das denkmalgeschützte Gebäude wurde um 1737 erbaut und ist seit 1918 im Besitz der Familie Friedrich. Früher diente es als Zuflucht für Predigerwitwen, heute können Gäste dort in gemütlicher Atmosphäre entspannen und die Geschichte des Hauses erleben. Die Nichtraucher-Pension ist liebevoll restauriert und bietet zwei komfortable Zimmer mit jeweils zwei Einzelbetten.
In der Randauer Chronik steht hierzu geschrieben:
„Der älteste Sohn von Rudolf Anton von Alvensleben, Johann Friedrich Karl, königlich Großbritannischer Geheimer Staatsminister, erbaute in Randau ein neues Wohnhaus nach der Elbe zu, des gleichen verschiedene Wirtschaftsgebäude, einige Arbeitshäuser, eine Holländerei, eine Windmühle, ein Predigerwitwenhaus und einige Kolonistenhäuser.“
dauerhaft geschlossen

Die Gaststätte „Alte Schule“ war seit vielen Jahren weit über die Stadtgrenzen Magdeburgs bekannt.
Am 26. Dezember 2019 haben die Inhaber jedoch das letzte (Kirsch-)Bier ausgeschenkt, die letzten Speisen zubereitet und nach dem letzten Gast – zum großen Bedauern sehr vieler (Stamm-)Gäste – die schöne Lokalität nun für immer geschlossen. Alle, die die beiden Inhaber kennen, wünschen ihnen voller Dankbarkeit, dass sie nun ihren Ruhestand genießen mögen.
Herzlich – Die Redaktion
Aus der Randauer Chronik:
„Anno 1741 ist die hiesige Schulwohnung vom Grunde auf neu gebaut worden, welche insgesamt Gekostet 340 rh. 13gg. 11pf, dazu die Kosten Insgesamt aus dem Kirchen aerario genommen worden. Gott lasse den Wunsch des damaligen Predigers, welcher über die Schultür eingehauen ist, stehts reichl. erfüllet werden, und erhore das gebet allen Nachkommen Zugute, welches derselbe nach der Einweihungs Rede in diesem neuen Schulgebäude vor Gottes Angesicht verrichtet.“
dauerhaft geschlossen
