Hoffentlich wird meine Frau nicht schwanger!
Nest Nummer zwei ist fertig; das dritte „Randauer Nest“ reiste nach Plötzky
"Hauptsache meine Frau wird nicht schwanger!"
- 04.04.2026 | Uwe Bierschenk / Uwe Truckenmüller
Nachdem am 14. März das erste Nest auf seinem Platz auf dem Mast in der AGRAR-GmbH fand, ist mit Hilfe der Berufsfeuerwehr Magdeburg am vergangenen Gründonnerstag das zweite Nest aufgesetzt worden, und zwar in der Schlossstraße.
Uwe Truckenmüller vom Pflanzenhof Beyme aus Pechau, der sich leidenschaftlich für das Tierwohl angagiert, hat die Berufsfeuerwehr um Hilfe ersucht. Sehr schnell wurde ein Drehleiterfahrzeug mit Korb bereitgestellt. „Solche Hilfestellungen passen gut in unser Ausbildungs- und Übungskonzept. Jeder Handgriff muss im Ernstfall ohne jede Verzögerung punktgenau sitzen. Wo anders als bei solchen Übungen zum Tier- und Naturschutz kann man das besser trainieren?“ so Herr Gödicke, Einsatzleiter vor Ort von der Feuerwache Nord.
Während er gemeinsam mit Uwe Truckenmüller das Nest aufsetzte und befestigte, hatte Randau-Calenberge.de Gelegenheit, mit dem ebenfalls anwesenden Herrn Wolfgang Grönwald zu sprechen. Dieser war Revierförster von 1973 bis 1988 in Vogelsang; ab 1989 bis zur Pensionierung im Revier Magdeburg. 1975 begann er mit dem Aufbau des waldpädagogischen Zentrums (WPZ) und arbeitete seitdem mit Kindern und Jugendlichen im „Waldklassenzimmer“. Heute ist er „Zertifizierter Waldpädagoge“.
Als stellvertretender Vorsitzender des WPZ und dessen Storchenbeauftragter beringt Wolfgang Grönwald so unter anderem auch die Störche in Pechau. „Es ist nicht unbedingt gesagt, dass beide Nester in Randau angenommen werden. Das ist von verschiedenen Faktoren wie bspw. der Flugroute der Störche in den Süden abhängig. Die sogenannte Nord- und Südroute sind unterschiedlich lang und demzufolge fliegen die Störche zu unterschiedlichen Zeiten ein. Bei der Wohnungswahl sind sie durchaus wählerisch, weshalb niemand genau sagen, ob ein neues Nest angenommen wird oder nicht. Aus der Erfahrung heraus weiß ich, dass für Randau zwei Nester völlig ausreichend sind“. klärte er auf.
Beim Aufsetzen und Befestigen des Nestes wurde festgestellt, dass der mehr als 30 Jahre alte Holzmast samt seiner Steinbefestigungen „arbeitet“. Hier muss über einen neuen Standort in kommenden Jahr nachgedacht werden, um eine Gefahr auszuschließen.
Nachdem die Arbeiten in Randau abgeschlossen waren, führte die Reise von Nest Nummer drei nach Plötzky. Der Betreiber der dortigen Rinderstallanlage freute sich sehr darüber, merkte jedoch spaßeshalber an: „Hauptsache meine Frau wird nicht schwanger!“
Hier war – wie man aus den Bildern erkennen kann – die Arbeit der Feuerwehr nicht so einfach, wie in der Schlossstraße in Randau…
An der kommenden Ortschaftsratssitzung wollen Uwe Truckenmüller sowie Wolfgang Grönwald teilnehmen und den Bürgerinnen und Bürgern für Fragen gern zur Verfügung stehen.


























