Storchennest 2026
Das erste von drei neuen Storchennestern in Randau hat seinen Platz gefunden:
"Wohnung frei für Erstbezug"
- 14.03.2026 | Uwe Bierschenk; Fotos: Susann Arndt
Dr. Rainer Genseke konnte es leider nicht mehr erleben, doch heute nun ist sein langgehegter Wunsch nach der Erneuerung der drei Storchennester in Randau zumindest zum Teil in Erfüllung gegangen.
Das erste der drei vom Storchenhof Loburg für Randau vorgefertigten Grundnestern hat seinen Platz auf dem Gelände der Agrar-GmbH gefunden. Dorit Prells erklärte sich nach der damaligen Kontaktaufnahme durch Rainer Genseke sofort dazu bereit, auf der schon lange vorhandenen Mastplattform einen Horst aufsetzen zu lassen.
In den Morgenstunden des 14. März war es dann soweit: Familie Prells und Uwe Hallmann erwarteten Christian Schäfer von der Firma „Baum-Union Magdeburg GmbH“, der dann zusammen mit Uwe Hallmann und einer Steiger-Hebebühne das etwa 20kg schwere Grundnest auf die metallene Horstplattform setzte und befestigte.
Nun stellt sich die Frage, wie lange die bezugsfertige Wohnung noch leersteht, denn bereits in den Tagen, als das Grundnest noch auf dem Boden lag, wurden erste Störche darüber kreisend gesichtet. Auf dem Storch-Wohnungsmarkt muss man somit vermutlich wahrscheinlich kein Inserat schalten….
Familie Prells war voller Vorfreude: „Ab dem Zeitpunkt, wenn das erste Storchenpaar seine neue Wohnung bezieht, werden wir das aufmerksam beobachten – und dokumentieren.“
In diesem Zusammenhang möchten wir die Besitzer der Privatgrundstücke, auf denen sich die beiden anderen Plattformen befinden, um kurze Information an den Ortschaftsrat oder an Randau-Calenberge.de bitten, ob und wann der Zugang zu den Masten zum Aufsetzen der beiden weiteren Grundnester möglich ist.
Hintergrundinformationen:
Störche sind große Schreitvögel, die bis zu neun Kilogramm schwer und bis zu 150 Zentimeter groß werden können. Dementsprechend schwer und groß ist auch das Storchennest. Da dieses oft über viele Jahre benutzt wird, kann es ein beträchtliches Gewicht erreichen.
Ursprünglich brüteten Störche auf hohen Bäumen; heute bauen sie ihre Nester vermehrt auf Türmen, Kaminen oder Masten. Das Storchennest muss an einem möglichst hohen Punkt liegen, damit die Vögel gut an- und abfliegen können.
In der Regel besteht das Nest der Störche aus Zweigen und Ästen. Ausgepolstert wird es mit Laub, Moos, Gras und Federn. Störche sind ihrem Brutplatz treu und besetzen jedes Jahr wieder den gleichen Horst, der gegen Eindringliche heftig verteidigt wird. Das bereits vorhandene Storchennest wird jährlich ausgebessert und neu gepolstert, wodurch es von Jahr zu Jahr an Größe und Gewicht zunimmt. Im Laufe der Jahre kann es durchaus drei oder vier Meter hoch werden, einen Durchmesser von bis zu zwei Metern und ein Gewicht von bis 500 kg und mehr erreichen.
Größe und das Gewicht eines Nests ergeben sich zum einen aus der Größe der Vögel selbst und zum anderen aus der Größe der Eier. In der Regel legt das Weibchen drei bis fünf Eier im Nest ab. Ein einzelnes Ei kann ein Gewicht von bis zu 140 Gramm erreichen und ist zwischen fünf und acht Zentimeter groß. Wie beim Nestbau sind auch beim Ausbrüten beide Elternteile aktiv. Nach spätestens 38 Tagen schlüpfen die kleinen Störche aus den Eiern. Dann verbringen sie nochmals etwa 2 Monate auf dem Horst, bis sie flügge sind. Auf dem Horst und rund um den Horst unternehmen die Jungstörche, deren Lebenserwartung in freier Wildbahn bei mehr als 20 Jahren liegt, ihre ersten Flugversuche.
Das Nest dient jedoch nicht nur den Störchen als Horst, sondern wird auch sehr gern von vielen anderen Kleinvögeln zum Brüten benutzt. Diese legen die Eier jedoch nicht direkt in das vorhandene Nest, sondern bauen ein eigenes am äußeren Rand an. Dadurch wird das Nest der Störche von außen verfestigt – und natürlich auch schwerer.
Quellen:
https://www.storchenforscher.ch/files/Download/101/Infoblatt_Das_Storchennest.pdf

















