Der MDDSL-Smiley hat ausgegrinst
„German Polish Fiber Opric GmbH“ (FibO) übernimmt Glasfaserausbau in Randau-Calenberge
Der MDDSL-Smiley hat ausgegrinst!
Nachdem die Landeshauptstadt Magdeburg auf erneuten Druck der Bürgerinnen und Bürger aus unseren ostelbischen Randgebieten nun doch beschlossen hat, eine neue Interessentenabfrage mit Auslobung von Fördermitteln zu starten (siehe Berichterstattung über die ORS vom 12. Februar in Calenberge), gibt es tatsächlich endlich Licht im Glasfasertunnel für Randau und Calenberge.
Der gelbe Smiley auf den MDDSL Plakaten dürfte damit „ausgegrinst“ haben: Nach Informationen aus Verwaltungskreisen wird die Endphase des Ausbaus – also der Anschluss der Haushalte – vom deutsch-polnischen Startup Unternehmen „German Polish Fiber Opric GmbH“ (FibO) übernommen, das sich nach eigener Darstellung auf „unkomplizierte Lösungen in schwierigen Ausbaugebieten“ spezialisiert hat.
FibO Geschäftsführer Michael Wennerfällt-Dannschreiter (Niedersachsen) zeigte sich auf Anfrage optimistisch:
„Wenn die Interessentenabfrage wie geplant zügig abgeschlossen werden kann, könnten wir Ende Mai / Anfang Juni mit den Arbeiten beginnen. Für Randau und Calenberge sehen wir grundsätzlich sehr gute Voraussetzungen – weil hier viele Haushalte wirklich wollen, dass es endlich losgeht.“
Allerdings gäbe es, so Wennerfällt-Dannschreiter, zunächst auch einen kleinen Wermutstropfen:
„Wir sind als Startup-Unternehmen noch nicht in der Lage, mehrere Baustellen gleichzeitig abzudecken. Wir werden deshalb erst unsere laufenden Aufträge ordnungsgemäß abschließen, bevor wir an neuer Stelle starten. Außerdem stehen uns derzeit noch keine Maschinen zur Unterörterung zur Verfügung. Das bedeutet: Die letzten Meter müssen in Teilen mit Minibagger oder per Hand geschachtet werden…“
Und dann folgt der Teil, der bei vielen vermutlich für hochgezogene Augenbrauen sorgen dürfte – FibO setzt nach eigenen Angaben auf ein „Bürgerbeteiligungsmodell“:
„… vorzugsweise durch die Anwohner selbst. Dadurch entstehen für die Haushalte keine zusätzlichen Kosten, und Beeinträchtigungen sowie Schäden können so minimal wie möglich gehalten werden, weil die Leute ihre eigenen Grundstücke am besten kennen. Die Hausdurchführungen werden selbstverständlich unsichtbar hergestellt und anschließend professionell abgedichtet. Aber keine Angst: Wem das nicht möglich ist, dem helfen wir selbstverständlich.“
Ob und in welcher Form diese Eigenleistungen tatsächlich vorgesehen sind, wird nach Angaben aus dem Umfeld der Interessentenabfrage derzeit noch „in den Details“ abgestimmt. Klar ist aber schon jetzt: In Randau und Calenberge ist die Hoffnung groß, dass die jahrelange Hängepartie rund um MDDSL damit ein Ende findet.
Der Smiley von MDDSL hat also endlich ausgegrinst – für viele die Quittung dafür, dass uns dieses Unternehmen über Jahre hingehalten und aus Sicht zahlreicher Betroffener nicht mit offenen Karten gespielt hat.
Wie geht es weiter?
Sobald die Unterlagen veröffentlicht sind, werden wir an dieser Stelle informieren. Wer in Randau oder Calenberge einen Glasfaseranschluss möchte, sollte die Abfrage aufmerksam verfolgen – denn am Ende entscheidet wie so oft die Beteiligung darüber, ob und wie schnell aus Plänen Realität wird.
