Bald wieder Großveranstaltungen? Haseloff sagt Nein zu schärferen Corona-Regeln

Mitteldeutsche Zeitung vom 25.08.2020

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff ist gegen einheitliche und strengere Corona-Regeln für ganz Deutschland. Foto: dpa

Magdeburg. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) hat den Forderungen nach bundesweit einheitlichen und vor allem strengeren Corona-Regeln eine Absage erteilt. „Wir bleiben bei unserem Sachsen-Anhalt-Plan“, sagte Haseloff am Dienstag in Magdeburg. Er plädierte für ein differenziertes Vorgehen auf Basis der jeweiligen Infektionszahlen vor Ort.

Sachsen-Anhalt sei zusammen mit Mecklenburg-Vorpommern europaweit eine der Regionen mit einem besonders niedrigen Infektionsgeschehen. Daher gebe es keinen Grund für eine Verschärfung. Das Land werde am Status Quo festhalten. Je nach Entwicklung seien auch weitere Lockerungen möglich. Er wolle „alles ermöglichen, was man verantworten kann“, so Haseloff.

Haseloff: Urlaubszeit bald vorbei – dann weniger Corona-Fälle?

Er verwies darauf, dass nahezu alle aktuell festgestellten Corona-Infektionen „Importe“ seien, also von Urlaubsrückkehrern kommen. „Das ist eine temporäre Geschichte“, verwies er auf die bald endenden Ferien. Es gebe daher keinen Grund, jetzt die Regeln zu verschärfen. Sachsen-Anhalt hatte sich zuletzt bereits gegen eine bundesweit einheitliche Regelung zu Bußgeldern für Maskenverweigerern gesträubt.

Sachsen-Anhalt bleibt dabei, dass es kein Bußgeld für Maskenverweigerer gibt. Laut Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) gilt weiter: Wer keine Maske trägt, kann aus dem Geschäft oder dem Zug geworfen werden. Das müsse dann aber auch umgesetzt werden, betonte sie. Ein Bußgeld sei nicht verhältnismäßig.

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